Hexenzunft Obernheim e.V.

 

www.hexenzunft-obernheim.de

Der „Hexenbühl“ mit seinen 970 Höhenmetern wird in Flur- und Wanderkarten auch als „Hexenbuckel“ ausgewiesen.
Im Jahre 1506 wird der Hexenbühl mit seinem Hexenbäumlein erstmals urkundlich erwähnt.
Martin Crusius schreibt in seinem Buch „Schwäbische Chronik“ im Jahre 1733: „Nicht weit von Balingen ist
der berühmte Berg, den man den Heuberg nennet, und von welchem man vorgibt, dass die Hexen
auf demselben zusammenkommen und ihre Teufels-Spiele haben.“

Am 5. Februar 1939 findet die Gründungsversammlung der "Narrenvereinigung Obernheim" statt.
Heute Hexenzunft Obernheim.

Aus dem Jahre 1938 liegt ein Briefwechsel mit dem Elzacher Maskenschnitzer Fritz Disch vor, aus dem hervorgeht,
dass er 10 Hexenlarven sowie eine Teufelmaske aus Lindenholz angefertigt hat. Mit der Schaffung der Hexenmaske
hat die Textillarve aus Vorhangstoff, wie sie damals üblich war, ausgedient. Erst in den letzten Jahren wurde die
ursprüngliche Hexe (Schlutt) wiederbelebt und ist heute wieder Bestandteil der großen Hexenschar.

Die Obernheimer Hexen, über 1000 gestempelte, handgeschnitzte Masken sind registriert, unterscheiden sich in
ihrem äußeren Erscheinungsbild allenfalls durch das auf wenige Farben festgelegte Häs und insbesondere durch Ihr
Schultertuch. Diese  Besonderheit ist gleichzeitig aber auch der absolute Stolz einer jeden Hexe. Handbestickt auf
Leinenuntergrund mit Motiven aus der Fasnet, der Gemeinde Obernheim oder der heimischen Flora stellt das
Schultertuch eine einmalige Kostbarkeit dar.

Im höllisch schwarzen und flammend roten Gewand führt der Teufel, der wohl zu Recht als eine der schönsten
Einzelfiguren in der schwäbisch-alemannischen Fasnacht gilt, die große Hexenschar an.Ihnen folgt der Hofstaat

Neben dem Ritter Konradin und seiner Gemahlin auch als Burgfrau bezeichnet besteht der Hofstaat
aus 6 Hofdamen, 8 Burgfräulein sowie 6 Landsknechten. 

An Umzügen vervollständigen  Oberrichter mit zwei Schöffen das gesamte Bild des Hofstaates
mit seinen Landsknechten sowie der Folterhexe.

 

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