Narrenzunft Triberg e.V.

 

www.narrenzunft-triberg.de

Die Geschichte der Triberger Fasnet lässt sich zurückverfolgen bis ins Jahr 1525, wo in Triberg bereits „Narrenkleider“ angefertigt wurden.
Nachdem die vorderösterreichischen bzw. badischen Regierungen Ende des 18. Jahrhundert das Narrenlaufen, "diesen Unfug", verboten,
erhält der Karneval im gesamten südwestdeutschen Raum wieder Einzug. So wurde 1928 schließlich die "Narrenzunft Triberg" gegründet,
die den heimischen Fasnachtsbrauchtum wiederaufleben lassen wollte und 1960 Mitglied der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte wurde.

Unsere Narrenzunft besteht aus unserem derzeitigen Zunftmeister Volker Fleig mit seinem Narrenrat, den zwei Einzelmasken,
Fuchs und Federèschnabel, aus der Hauptmaske dem Triberger Teufel und dem Spättlehansele.

Unsere Hauptmaske, der Teufel, wurde 1893, als Verursacher der Fasnacht - dieser "Teufelei" - ins Leben gerufen. Dies kommt im Triberger
Narrenspruch auch heute noch zum Ausdruck: "Im Namen des Herrn Entèchrist, der Narrètag vorhandè ist, schönè Tag, lièbè Tag, aller Narrè Ehrètag!".
Der Teufel trägt zu der Larve einen Fuchsschwanz und eine schwarze, gestärkte Rüsche. Zum roten Anzug mit schwarzen Zackenlitzen gehören zwei
Lederriemen mit je elf Glocken. An der Anzahl der Glocken, wird einer der vielen christlichen Hintergründe des Triberger Teufels deutlich,
da die Zahl elf für die Anzahl der Sünden steht. Sie überschreitet die Zehnerzahl der Gebote. Der Triberger Teufel ist seit der Einführung des
Teufelsumzugs 1981 am "Schmutzige Dunschdig" nicht mehr wegzudenken. Nach Einbruch der Dunkelheit laufen über 250 Teufel im Schein
eines Fackelmeeres mit Klopfpeitschen und klingenden Schellen durch Tribergs Straßen.

Das Triberger Spättle ist unsere zweite Traditionsmaske und wurde erst 1980 fest in die Zunft integriert. Das Spättlehansele steht für einen
sündenbefleckten Menschen. Dies wird durch ca. 1.500 vielfarbigen Stoffresten, die in Schindelform angenäht sind dargestellt. Zudem wird das Häs
mit einer weiße Rüsche, Glocken und einer Streckschere vervollständigt. Die Spättlemaske besteht aus einer lachenden und einer weinenden
Gesichtshälfte und wird mit einem Fuchsschwanz geziert.

Eine unserer beiden Einzelmasken ist der rote Fuchs, der einen wiedererkennbaren Fuchskopf und einen Anzug, bedeckt mit Fuchsfell besitzt.
Die zweite Einzelmaske ist unser Federèschnabel, dessen Federnkleid eine sehr alte Art der Verkleidung ist. Das Häs des Federèschnabels besteht
aus einem Anzug, der über und über mit präparierten Federn besetzt ist. Früher wurde die Maske aus Zink angefertigt, doch heute ist die bemalte und l
asierte Maske, die einen Vogelkopf mit Raubvogelschnabel darstellt, aus Holz. Der Federèschnabel gehört
mit zu den ältesten Figuren der schwäbisch-alemannischen Fasnet.

Unsere Zunft besteht derzeit aus etwa 400 Mitgliedern, die jedes Jahr vom Mittwoch
- unserem Fasnetsuchen - bis Fasnetdienstag auf Tribergs Straßen zu sehen sind.

Die Narrenzunft Triberg freut sich sehr ein Teil des Narrentreffens in Offenburg sein zu dürfen, weil unsere beiden Zünfte viele Gemeinsamkeiten verbinden.
So sind wir beide Zünfte der Landschaft Schwarzwald und haben beide Spättlehansele als ein Zunfthäs.

 

 

 
 
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