Katzenzunft Messkirch

 









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Zunftgeschichte/-Gründung

Wie alt die Fasnet in Meßkirch ist kann keiner so genau sagen. In der Chronik der Grafen von Zimmern,
die am Meßkircher Schloss verfasst wurde und die heute als kostbares Kulturgut im Staatsarchiv Baden-Württemberg lagert,
finden sich Fasnetgeschichten aus
dem 15. Jahrhundert. Aber erst aus dem Jahr 1885 existieren eine Narrenfahne und ein Narrenbuch und zeugen eindeutig von
der Gründung der „Narrenzunft Katzenkopf“ und seither verfügt die Katzenzunft Meßkirch über eine beinahe lückenlose Protokollführung.

Prägend und charakteristisch für die Meßkircher Jahre war über Jahrzehnte hinweg die inspirierende Konkurrenz zwischen
den verschiedenen Teilen unserer kleinen Stadt. So gab es die „Grabrianer“, die „Griesenlöchler“,
die „Sitzenhauser-Händelwanger“ die mit ihren jeweils eigenen Bällen, Umzügen und Fasnachtspielen das Stadtgeschehen
und den jeweils anderen Stadtteil närrisch aufs Korn nahmen. Erst mit dem verstärkten Aufkommen der VSAN
kam es auch in Meßkirch zu einer zunehmenden künstlichen Historisierung, Reglementierung und Strukturierung
der Fasnet und damit zum Rückzug der gewachsenen kreativen und bunten Stadtteilfasnet.

Die Figuren

Petter Letzkopf

Die wohl einzig historisch sauber verbürgte Narren-Figur eines Schalks- oder Hofnarren in der
VSAN ist Petter Letzkopf aus Meßkirch, der Hofnarr am Hof der Grafen von Zimmern war und seit 1961
die Symbolfigur der Meßkircher Fasnet darstellt.

Meßkircher Katze

Geschaffen wurde unser Namenspatron, die Meßkircher Katze 1938 in Anlehnung an die alten Chronikberichte von
den Spaikatzen, wohl damals ein umgangssprachlicher  Ausdruck für besonders spöttische Zeitgenossen.

Meßkircher Fledermaus

Dieses älteste Meßkircher Häs, vermutlich aus Mitte/Ende des 19. Jahrhunderts war ein typisches Fasnethäs für die
ländlichen Gegenden der VSAN, denn es bestand aus Dingen des alltäglichen Lebens – schwarzer Rock und Bluse
und ein in speziellerTechnik gebundenes Betttuch mit roten Schleifen war im Gegensatz zu den teueren Weißnarren
ein Häs, das für jeden erschwinglich war, weil alle Utensilien „im Haus“ waren.

Meßkircher Hirling-Hansele

Sie tragen noch heute den Namen der Meßkircher Schneidermeisterin Hirling, die diese Hansele in
ihrem Kostümverleih anfertigte und verlieh.

 

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