Narrenzunft Wierer Frösch e.V.

Narrenzunft Wierer Frösch e.V.
www.narrenzunft-weier.de

 

Name der Zunft:

Narrenzunft Wierer Frösch e.V.

Gründungsjahr:

1979

Mitglieder:

325 aktive/passive Mitglieder (Stand 2018)
112 Aktive  (46 Hästräger , 25 Knallfrosch-Combo , 15 Tanzgruppe , 26 Kinder)

Untergruppierungen:

Knallfrosch-Combo, Tanzgruppe

Vereinsgeehrte:

4 Ehrenmitglieder und 1 Ehrenoberzunftmeister

Narrenruf:

Narrenzunft: Sprecher: "Frösche" - Antwort der Narren: "Quak-Quak" (3x abwechselnd)

Knallfrosch-Combo: Sprecher: "Knall" – Antwort der Narren: "Frosch" – Nach dem dritten Mal alle: "Combooooo Relax"

Historie:

Frösche gab es im Ort Weier schon immer; die Narrenzunft „Wierer Frösch” existiert exakt seit dem 12. Mai 1979.

Es ist eigentlich ein Wunder, dass es so lange gedauert hat, bis sich Narren zusammen fanden, um die seit Jahrhunderten gefeierte Fastnacht in geordneten Bahnen und organisiert zu feiern. Die Wahl auf Frösche als Patentiere lag so nah, wie die Überschwemmungen, die Weier vor der Kinzigbegradigung in regelmäßigen Abständen heimgesucht haben und dem Ort deshalb zum Spitznamen „Fröschedorf” verholfen haben.
Engelbert Dreja, ein Narr, den die Liebe von Zell-Weierbach ins Fröschedorf verschlagen hatte, war es, der den Anstoß zur Zunftgründung gegeben hatte. Mit Ehefrau Doris und Miltrid Suhm machte er bereits in der Kampagne 1978/79 die Säle in Weier unsicher – als Frösche verkleidet, mit Plastikmasken und selbstgenähtem grünem Häs.
Eine neue Seite im Buch der Weirer Ortsgeschichte sollte aufgeschlagen werden. 34 unentwegte Narren folgten dem Ruf, mit Horst Junker von der Althistorischen Narrenzunft Offenburg war ein kompetenter Sitzungsleiter gefunden – die Narrenzunft war geboren. Engelbert Dreja wurde erster Oberzunftmeister und bereits am 30. Juni ist im Protokoll vermerkt, dass die Mitgliederzahl auf 50 gestiegen war. 1981 passierte so einiges in der Narrenzunft. Nicht nur, dass die Tanzgruppe ins Leben gerufen wurde und man Gründungsmitglied des Ortenauer Narrenbundes war. Auch die neue Holzmaske der „Frösche”, die heute noch unverändert getragen wird, wurde fester Bestandteil des Fröschehäses, das bis 1984 aus einem grünen Overall mit dem Froschmotiv auf dem Rücken bestand. Letzterer wurde vom dreiteiligen Häs abgelöst, das aus Pluderhose, ärmelloser Weste und Jacke besteht, das Wappen ist auf der linken Seite in Brusthöhe angebracht. Gelber Pullover, grüne Gamaschen, grünes Maskentuch, Fliegenklatsche und grüne Handschuhe vervollständigen heute das Häs. 5 Aktive hatten 1995 die Idee, eine Guggemusik zu gründen. So entstand die Knallfrosch-Combo Weier.
Der Höhepunkt der Weirer Fasnachtskampagne findet jedes Jahr am Schmutzigen Donnerstag statt. Früh morgens machen sich die Hästräger passend als Hemdenklunker angezogen inklusive Unterstützung der vereinseigenen Guggemusik Knallfrosch-Combo daran das Dorf sprichwörtlich mit Pauken und Trompeten, sowie sonstigen Lärminstrumenten aufzuwecken und auf die heiße Fasnachtsphase einzustimmen. Anschließend trifft man sich zum Aufwärmen und Bohnensuppe essen in einem der Weirer Lokale wieder, um dann gegen 09.30 Uhr die Kinder des Kindergartens sowie der Grund- und Hauptschule gemeinsam mit der Weirer Hexengruppe zur gemeinsamen Rathausstürmung abzuholen. Nach Erlangung der närrischen Hoheit, werden anschließend durch Absolvieren des „Froschsprunges" alle neuen Aktive, die ihr Probejahr erfolgreich absolviert haben, als offizielle Hästräger in den Verein aufgenommen. Danach findet vor Ort noch die Fasentstaufe des Narrenkindes statt, das immer nach einem aktuellen Anlass benannt wird.  Am Abend des Schmutzigen findet dann in der Festhalle der traditionelle Preismaskenball statt, bei dem Einzelmasken, Paare, Klein- und Großgruppen aus Weier und Umgebung Ihre kreative Seite in der Gestaltung von Masken und Kostümen zeigen. Ein weiterer Höhepunkt der Fasent ist die „Wierer Fressgass“, bei der am Fasentzischdig die örtlichen Vereine auf dem Schulhof zu Speis und Trank einladen und am Ende mehrere Hundert Besucher begrüßen dürfen, ehe bei Einbruch der Dunkelheit der Hexenbaum abgebaut, die Hexe verbrannt und das Fasentkind den Kinzigfluten übergeben wird.
Das 33. jährige Jubiläum feiert die Zunft am Abend des 12. Januar 2013 mit einem Zunftabend in der Weirer Gemeindehalle und einem Narrendorf auf dem Schulhof. Am Tag drauf beteiligt sich die Zunft am Tiermaskentreffen der am anderen Kinzig Ufer beheimateten Narrenzunft „Bühler Muhrbergdachse“. Unter dem Motto „hibbe & dribbe? fand das erste gemeinsame Narrentreffen „rechts und links der Kinzig“ ein begeistertes Publikum. Einen besseren Start ins Jubiläumsjahr konnte es für die Zunft nicht geben.
Mit ihrem „Fäääschd? feierte die Knallfrosch-Combo am 18.Februar 2017 ihr 22 jähriges Jubiläum. Was mit vier Musikern und einer Musikerin begann wurde zu einer kleinen Erfolgsgeschichte. Im großen Festzelt wurde mit der Showband „Wilde Engel? und vielen befreundeten Vereinen so richtig abgefeiert. 

 

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