Narrenzunft Griesheim e.V.


www.narrenzunft-griesheim.de

Name der Zunft:

Narrenzunft Griesheim e.V.

Gründungsjahr:

1973

Chronik Narrenzunft Griesheim:

Die im Jahre 1973 gegründete Narrenzunft Griesheim setzt sich zusammen aus den beiden Narrentypen: der Griesheimer Hexe und dem Knautscher. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg zog eine Gruppe von närrischen Frauen und Männern über die Fastnachtstage in Hexenkostümen von einem Lokal zum anderen, um zu schnurren und zu schnaigen.

Das Wiederaufleben dieses Brauches nach dem Krieg war der Tatsache zuzuschreiben, daß die Musikkapelle nahezu alle Fastnachtsveranstaltungen in Bühl, Hesselhurst und Griesheim veranstaltete und somit die Musikerfrauen zum zuschauen verurteilte. In Anknüpfung an die Vorkriegszeit entschloßen sich die Frauen 1965, in Hexenkostümen mit der Musikkapelle mitzuziehen und sorgten gleichzeitig für den nötigen Schwung.

Die historische Figur Hexe in unserem Dorf geht zurück auf das Jahr 1628, in dem letztmalig eine Hexenverbrennung in Griesheim urkundlich erwähnt wurde.
Nun trugen ungefähr zehn Personen das Hexenkostüm, angeführt von Hexenvater und Hexenmutter. Sie suchten die Gaststätten mit ihren Kappenabenden heim, nahmen am örtlichen Umzug teil und trieben sonst ihr närrisches Unwesen über die Fastnachtstage.

Im Jahr 1968 entschloß sich die Gruppe für die Anschaffung von Holzmasken. Bereits 1972, die Gruppe war inzwischen auf 36 Aktive angewachsen, wurde eine weitere Gruppe ins Leben gerufen, und zwar die Knautscher. Diese traten am Schmutzigen Donnerstag 1972 erstmals offiziell in Erscheinung.
Die Bezeichnung Knautscher hat historischen Ursprung und führt in die Zeit um 1620. Um diese Zeit regierte in Griesheim der Reichsvogt und übte hier die
Gerichtsarbeit aus.
Damals wurden die Gesetztesbrecher aus Elgersweier, Hofweier, Bohlsbach, Waltersweier, Weier, Bühl und auch zur Hälfte aus Zunsweier in Griesheim vor Gericht gestellt und verurteilt. Dies hatte zur Folge, daß die Griesheimer etwas überheblich wurden und sich somit den Übernamen Knautscher einhandelten.
Das Kostüm der Knautscher ist heute in den Farben des Dorfwappen gehalten.
Der Dreispitz als Kopfbedeckung ist ein Bestandteil der alten Griesheimer Tracht. DerRüttelstecken, den der Knautscher mit sich führt, wurde dem Gemeindewappen entnommen und ist ein Symbol der Landwirtschaft.

Die Zunftgründung war am 25. Mai 1973. Zur gleichen Zeit, als man sich zur Zunftgründungen vorbereitete, bewarb sich die damalige Narrengruppe Griesheim auch als Mitglied in den Verband Oberrheinischer Narrenznfte (VON). Hier wurden wir dann nach der Gründung zur Zunft vom Verband als Gastzunft übernommen (1973). Die Zunft stellt sich zur Aufgabe, die fastnachtlichen Bräuche, wie Schnurren und Schnaigen aufrecht zu erhalten und somit althergebrachtes Brauchtum zu pflegen. Als Zunft suchen wir auch den Kontakt zu anderen Zünften. Dies pflegen wir durch Umzugsbesuche in der fastnachtlichen Zeit.

Unser eigentliches Fastnachtstreiben beginnt jedoch mit dem Mittwoch, dem Schmutzigen Donnerstag, Fasnachtssamstag, und dem Rosenmontag bis hin zum Fastnachtsdienstag.
Am Aschermittwoch trifft sich die Zunft zum Hering essen. Hier werden nochmals bei Hering, Rollmops und marinierten Fischen, die vergangenen Tagen kritisch beleuchtet.
Im Jahre 1981, am 22 Mai, wurde die Narrenzunft ins Vereinsregister von Offenburg eingetragen. Dies wurde jedoch zuvor in der Generalversammlung von allen Anwesenden einstimmig beschlossen. Am 2. und 3.10.1982 in Schonach im Schwarzwald sind wir, die Narrenzunft Griesheim, vom Verband VON als vollwertiges Verbandsmitglied aufgenommen worden. Die feierliche Aufnahme in den VON fand am 23.01.1983 beim Narrentag in Freiburg statt. Als unsere beiden Patenzünfte haben sich die Narrenzunft KleebollenWindschläg und die Narrenzuft Wyler Zipfel zur Verfügung gestellt.
Mit diesen beiden Zünften haben wir immer noch sehr engen Kontakt.

 

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