Kübelesmarkt Bad Cannstatt e.V.


www.kuebelesmarkt.de

Der Kübelesmarkt Bad Cannstatt e.V. wurde im Oktober 1924 als Trägerverein für die Veranstaltung eines jährlichen
Fasnetballs im Kursaal gegründet. Der legendäre Kursaalwirt Gustav Schmid veranstaltete jedes Jahr zur Fasnetszeit
einen Hausball im Kursaal. Der Motto-Ball im Jahre 1924 wurde zum besonderen Erfolg mit einer grenzenlosen Begeisterung.
Das Cannstatter Dreigespann Kursaalwirt Gustav Schmid, Volksschauspieler Albert Hofele und Kunstmaler Hermann Metzger
beschloss zukünftig jedes Jahr einen Ball unter einem zugkräftigen Motto zu veranstalten, worauf im Oktober 1924 mit
Cannstatter Geschäftsleuten, Lieferanten und Honoratioren der Trägerverein für diese Cannstatter Großveranstaltung
gegründet wurde. Um nahe am Cannstatter Volksbrauch zu sein wurde der Namen „Kübelesmarkt“ gewählt, da die
Cannstatter immer eine besondere Beziehung zum Küblermarkt als Vorläufer des Cannstatter Volksfestes hatten.
1925 trat der Kübelesmarkt zum ersten Mal mit Hausball unter dem Motto „Kübelesmarkt“ in Aktion. Die Säle und Gänge
wurden hierbei zu einem schwäbischen Gasthaus, einem Bierzelt, einem Weinzelt und einem Kübelesmarkt umdekoriert
und bei diesem Spektakel Butten, Bottiche, Leitern, Geflügel und gar eine Muttersau feilgeboten.

Heute ist der Kübelesmarkt eine Narrenzunft und ein Brauchtumsverein mit über 600 Mitgliedern.

 

Narrenfiguren

Felbe

Während der pfälzischen Erbfolgekriegen (1688-1697) trieb der französische General Ezechiel Graf von Melac als Mordsbrenner
sein Unwesen in der Umgebung. Vor Angst etwas nervös und evtl. durch den Wein etwas beeinträchtigt alarmierte die
Cannstatter Bürgerwehr eines Morgens die Bevölkerung. Man ging am Neckarufer todesmutig in Stellung, um die gesichteten
französischen Soldaten am anderen Neckarufer abzuwehren. Nach dem lichten des Morgennebels stellten sich die Baumlangen
Kerle jedoch als Felben heraus. Somit war der erste Neckname verliehen.

Die Narrenfigur der Felbe existiert seit 1950.

 

Mond

Am Ostersamstag, dem 10.04.1887 alarmierten einige Zechbrüder auf dem Heimweg die Cannstatter Feuerwehr,
um die brennende Uff-Kirche zu Löschen. Mit „Fuirio s´Úffkirchle brennt, hoalt Stroh und löschat gschwend!“ wurde ausgerückt.
Doch die auf die Kirche gerichteten Rohre mussten wieder unverrichteter Dinge eingepackt werden, da kein Feuer sondern der
kräftig durch die Kirchenfenster scheinende Mond für den „Feuerschein“ sorgten. Die Cannstatter sind doch Mondlöscher hieß
es seither Neckar auf und Neckar ab.

Die Monde gibt es seit den 60er Jahren. 1992 wurden die Monde mit dem heutigen Häs und der Maske wieder reaktiviert.

 

Brunnengeist

Die Einzelfigur des Brunnengeistes erinnert an das zweitgrößte Mineralwasservorkommen in Europa (oder größte in West-Europa),
welches Cannstatt nach Budapest hat. Er ist der Begleiter der Narrenmutter und läuft in gemäßigtem Schritt mit dem Narrensamen
den Narren voraus. Er wird am 6. Januar aus den Tiefen der Mineralquellen geweckt und aus dem Jakobsbrunnen geholt,
in dem er am Fasnetsdienstag nach einer wilden Treibjagd wieder versenkt wird.

 

Umzugsreihenfolge:

Küblerbüttel

Spielmannszug

Narrensamen mit Narrenmutter und Brunnengeist

Felben und Monde

Mondlöscher

 

Narrenruf:

Narri Narro Ahoi!

 
 
Zum Seitenanfang