Narrenzunft Furtwangen e.V.

 

www.narrenzunft-furtwangen.de

Im Jahre 1926 erfuhr die heutige Narrenzunft Furtwangen ihre Gründung als „Narrengesellschaft Glunggi“. Dieser Gründung ging eine'
wechselhafte Geschichte voran, die hier den Rahmen sprengen würde. Die aber durchaus sehr spannende Furtwanger
Fasnetgeschichte reicht, und dies belegbar, zurück bis in den Beginn des 19 Jahrhunderts. Bereits im Jahr 1816 fand in Furtwangen
ein Narrenlaufen statt. Vermutlich noch älter sind die Bräuche um den „Hirschmontag“, der immer am ersten Montag nach
dem Aschermittwoch begangen wird (Alte Fasnet).

Die Narrenzunft Furtwangen, mit über 400 Mitgliedern, ist einer der größten Vereine in Furtwangen. In der heutigen Zeit hat sie
insgesamt sechs Narrenfiguren sowie eine Einzelfigur, der Bodenwälder. Ergänzt werden diese Gruppen im Umzug durch den Zunftrat,
meist Mitglieder der Zunftvorstandschaft, welche in eigenen Häs die Narrenzunft repräsentieren. Die Spättle und Hexen stellen die
beiden größten Gruppen der Narrenzunft. Alte Jungfere, Fuhrkigili, Weißnarren und Narrenbaumsetzer runden die närrische
Gesamterscheinung ab.  Beim Narrensprung grüßt die NZ Furtwangen mit einem kräftigen Narri, das Publikum erwidert ein Narro.
Vorneweg geht der Däfelebua (oft der Bürgermeister selbst), der Bodenwälder gefolgt vom Zunftrat. Die Alte Jungfere
sowie die Narrenbaumsetzer schließen sich an. Eingerahmt von den Hanseli (Weißnarren) und Spättle läuft die Stadtmusik Furtwangen.

Den Abschluss bilden die Furkigili, gefolgt von den Hexen.Traditionell wird in Furtwangen am 06 Januar die Furtwanger Fasnet eingeklepft.
Die Fuhrkigili, deren Häs sich an der Fuhmannstradition im Schwarzwald orientiert, klepfen mit ihren Geißeln. Ca. 14 Tage vor dem gschmutzigen
Dunschdig wird an einem Samstag der Narrenbaum, nie unter 25 m länge, von der Setzergilde in schweißtreibender Handarbeit gestellt.
Der Zunftvorstand übernimmt das Rathaus, der Bürgermeister wird abgesetzt und muss die Rathausschlüssel übergeben. Eine närrische
Proklamation wird verlesen, der Inhalt ist bindend für alle Narrren und die abgesetzte Stadtobrigkeit. Der absolute Höhepunkt der Furtwanger
Fasnet ist der „gschmutzige Dunschdig“. Frühmorgens beginnt der Tag mit einer Messe für die Narren. Die Schüler werden an diesem Tag
vom Unterricht befreit und das närrische Treiben erfasst alle spätestens dann, wenn mittags der Kinderumzug startet.

Abends dann die Tradition des über 100 Jahre alten Hemdglunkerumzug der am Marktplatz endet und dort springen die Stadthexen
über das Feuer, in welchem der letzte Meckerer „hingerichtet“ wurde. Dieses Spektakel ist schon weit über die Grenzen von Furtwangen
bekannt. Im Rahmen der Furtwanger Fasnet werden an zwei Wochenenden ein Zunft- sowie ein Hexenball durchgeführt. Diese Veranstaltungen
dienen der Brauchtumspflege und Förderung. Am Fasnetmendig trifft man sich in der alten Festhalle um den Büttenreden in der
Elfimesse zu lauschen. Hier tragen Närrinen und Narren die eine oder andere witzige Geschicht vor,
prangern Missstände an und halten dem einen oder anderen den Narrenspiegel vor.

Interessierten wird das Buch der Narrenzunft Furtwangen „Hanseli, Hexen, Spättle…Die Geschichte
der Furtwanger Fastnacht“, welches zum Jubiläum 2001 aufgelegt wurde, empfohlen.

 

 

 
 
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