Narrenzunft Haigerloch e.V.

 

www.narrenzunft-haigerloch.de

Der erste urkundliche Beleg der Narrenzunft Haigerloch findet sich im Haigerlocher Stadtbüchle von 1457.
Fasnachtsumzüge lassen sich in Haigerloch bis in das Jahr 1606 nachweisen. Ab dem Jahr 1885 fand dann eine
organisierte Fasnacht mit jährlich gewähltem Narrenvorstand und Narrenkomitee in Haigerloch statt. Die Zunftgründung
erfolgt dann 1906. Seit 1930 sind wir Mitglieder der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte. Die Narrenzunft
Haigerloch hat rund 300 Mitglieder, davon ist die Hälfte aktiv.

Während des Straßenumzugs führt der Zunftmeister mit Narrenräten die Zunft an, ihre Häser wurden in den 80er
Jahren im barocken Stil neu überarbeitet.

Der Stadtbutz ist eine Einzelfigur und wird dem beginnenden 19. Jahrhundert zugerechnet. Er hat unter den Haigerlocher
Maskenfiguren eine ordnende Funktion und geht mit seinem Reisigbesen den Butzen voran.

Es folgen zwei weitere Einzelfiguren, die beiden Weißnarren Remple und Uhrafiedla, deren Leinengewänder mit Motiven
bemalt sind, auch diese werden dem 19. Jahrhundert zugeordnet.

Die Hauptfiguren Bischöfle und Rottweiler gehören zum spätbarocken Typus der geschlechtslosen Glattlarven und werden
allgemein als „Grombiradrucker“ bezeichnet. Das Häs aus ungebleichtem Leinen ist mit bunten rautenförmigen Fleckle besetzt.
Eine Besonderheit im schwäbisch-alemannischen Raum stellt zudem das Rokoko-Hütchen mit hinten aufgeschlagenem Rand dar.

Die Stadtkapelle Haigerloch spielt dazu den Haigerlocher Bräutelmarsch.

Die weibliche Fasnachtsfigur Fledermaus lässt sich auch bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen,
sie wurde Anfang der 90er Jahre neu überarbeitet.

Die Haigerlocher „Fledermaus" zeigt ähnliche Parallelen zu Sigmaringen wie die Bräutelbuben der Bräutelgesellschaft.

Einer der ältesten Haigerlocher Fasnetsbräuche ist das Bräuteln, das erstmals 1860 durchgeführt wurde und bis heute in nahezu
unveränderter Form abgehalten wird. Es handelt sich dabei um einen in Hohenzollerischen Städten üblichen Brauch und findet
alle vier Jahre, jeweils im Schaltjahr am Fasnetsmontagvormittag statt. Die Bräutlinge, alle Männer, die in den letzten 4 Jahren
geheiratet haben, zugezogen sind, oder gebaut haben, werden unter den Klängen des Bräutelmarsches auf der Bräutelstange dreimal
um den Marktbrunnen getragen und anschließend durch Eintauchen der linken Fußspitze in das Brunnenwasser in die Narrengemeinschaft
aufgenommen. Organisiert und abgehalten wird das Bräuteln von der Bräutelgesellschaft, einer Abteilung der Narrenzunft,
die aus ledigen jungen Männern ab 16 Jahren (Bräutelbuben) besteht.

 

 

 
 
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