Narrenzunft Schramberg e.V.

 

www.narrenzunft-schramberg.de

Die Schramberger Narrenzunft wurde 1911 gegründet und hat heute über 600 Mitglieder. Die Schramberger Fasnet,
mit ihrer bekannten Da-Bach-na-Fahrt, prägt das Image der Stadt Schramberg weit über die regionalen Grenzen
hinaus. Die Fasnet gehört zum ältesten Brauchtum der Stadt Schramberg. Von den ersten Anfängen Mitte des 19.
Jahrhunderts bis zur heutigen Fasnet war es aber ein weiter Weg. Beim traditionellen Hanselsprung am Fasnetssonntag
werfen über 800 Narren etwa 15.000 Brezeln aus. Schramberg ist heute bekannt für seine Da-Bach-Na-Fahrt,
die seit 1936 Jahr für Jahr am Fasnetsmontag Tausende Zuschauer nach Schramberg zieht. Sie findet in vielen auch
internationalen Medien ein breites Echo. Aber auch die farbenfrohen Umzüge und die zahlreichen, über Jahrzehnte
gewachsenen Fasnetsveranstaltungen in Lokalen und im Bärensaal machen die Schramberger Fasnet aus.
Insgesamt gibt es in Schramberg etwa 1300 Kleidlesträger. Die meisten von ihnen haben den „Hanselschlag“ erhalten
und sind somit Mitglied der Hanselgilde. Die Zunft legt großen Wert auf eine Fortführung der Tradition im äußeren
Erscheinungsbild der Narren. Der Brauchtumsausschuß prüft deshalb jede Maske und jedes Kleidle, ob es den überlieferten
und von der Zunft festgelegten Merkmalen entspricht. Dies soll die Tradition wahren und den Fortbestand
der typischen Merkmale unserer Schramberger Kleidle sichern.

Die größte Gruppe unter den Schramberger Narrengestalten ist der Hansel. Die Hansellarve hat einen freundlich
anmutenden Gesichtsausdruck. Der Fuchsschwanz an der Haube symbolisiert die Schlauheit des Narren. Die gelbe
Halskrause erinnert an die höfische Zeit des 17. Jahrhunderts. Das bunt bemalte Kleidle deutet auf den herannahenden
Frühling hin. Die Sonnenuhr auf dem Gesäßteil der Hose erinnert an die heimische Uhrenindustrie.

Der Da-Bach-Na-Fahrer erinnert an die Schwarzwälder Flößer, wie sie im 19. Jahrhundert auch in Schramberg
beheimatet waren. Der Da-Bach-Na-Fahrer wurde 1939 geschaffen. Der Da-Bach-Na-Fahrer trägt ein blaues Flößerhemd
und eine schwarze Hose mit langen Rohrstiefeln. Um den Bauch trägt er einen Holzzuber mit der Aufschrift:
„Da Bach na, da Bach na - mit Kummer un mit Sorga; bis am Asch-, bis am Asch, Aschermittwochmorga“. Im Zuber
verstaut er Schokolädle und kleine Würstle, die er dann bei Narrentreffen und dem Brezelsegen verteilt. Er läuft im
Umzug in Reihen hintereinander und winkt den Zuschauern zu.

Narro und Brüele sind zwei weitere Narrenfiguren in Schramberg. Der Narro hat einen weisen, lächelnden Gesichtsausdruck.
Die Gelbe Krause und das bunt bemalte Narrenkleid erinnert an den nahenden Frühling und die heimische
Uhrenindustrie. Der Brüele verkörpert einen traurigen Narren, an dessen Maske große Tränen herabrollen und seine
Mundwinkel sind faltenreich und pessimistisch nach unten gezogen sind. Brüelen bedeutet in schwäbischer Mundart
so viel wie „weinen“ - der Bruele ist also der „Weinende“.

Zwei EInzelfiguren begleiten die Umzüge. Der „Endivie-Butz“ wurde erst 1995 neu geschaffen. Er erinnert mit seinem
Gesichtsausdruck an den letzten Büttel („Butz“) Josef Knops, der auch noch einen kleinen Gemüseladen hatte. Auch
der Kerhraus ist eine Einzelfigur die um das Jahr 1928 geschaffen wurde. Die Maske ist eine groteske Einzelmaske
mit einem stark verzerrten Gesichtsausdruck. Mit dieser Einzelfigur wurde eine Figur geschaffen, welche die Austreibung
des Winters symbolisiert.


 

 
 
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