Narrenzunft Schwenningen e.V.

 

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Narrenzunft Schwenningen in Kürze:

Gründung: 1928

Narrenruf: Narri-Narro

Umzugsfolge:       Fanfarenzug der Narrenzunft

                         Standarte der Narrenzunft mit den Ratsfrauen

                         Narrenrat mit Zunftmeister (Lutz Melzer)

                         Hölzlekönig

                         Schantle

                         Moosmulle und Mooshexen

                         Narresome (kleine Hansel)

                         Musikkapelle (wird noch nachgereicht)

                         Hansel

 

Um den guten alten Vaterbrauch wiederzubeleben, das gute Alte weiterzuleiten und auf neuen Formen aufzubauen, hatten sich 1928 in Schwenningen
der Karnevalsverein Schwenningen gegründet. Dabei erinnerte man sich an frühere Narrenvereine und Narrengesellschaften, die von 1886 an in
Schwenningen existierten und aus der sich schließlich die Narrenzunft Schwenningen bildete, die heute zur Fastnachtslandschaft Baar innerhalb
der Vereinigung Schwäbisch alemannischer Narrenzünfte gehört.

Bereits 1929 fand der erste Umzug statt. Da die Fasnet damals als solches eigentlich verboten war, führte man am Fastnachtsdienstag listenreich
einen Reklameumzug durch. 1933 wurde der Narrenmarsch komponiert und die Einzelfigur der Hölzlekönig zum symbolischen Schirmherrn der
Schwenninger Fasnet erklärt. Als Vorbild für die Figur wurde ein Baum (eine Weißtanne), Hölzlekönig genannt, genommen, der zwischen Villingen
und Schwenningen stand und mit einer Höhe von über 43 Metern als größter Baum Deutschlands galt.

Hauptfigur der Schwenninger Fasnet ist der „Hansel“, der mit seinem Häs an die einstige Uhrenindustrie in Schwenningen erinnert und dessen „Gschell“,
das aus sechs gekreuzten Rindslederriemen mit 42 oder 48 Glocken besteht, ein Gewicht von rund 15 Kilogramm auf die Waage bringt.

Zu den weiteren Figuren der Schwenninger Fasnet zählt der „Schantle“, der nach örtlichem Verständnis bedeutet, dass dies ein schändlicher Kerl ist,
der anderen „schändlich“ tut, das „Moosmulle“, das nur von Frauen getragen wird und an die Frauen erinnert, die im Schwenninger Moos früher Torf
gestochen haben sowie die „Mooshexen“, die dafür Sorge tragen müssen, dass die Moosmulle zusammenbleiben. Außerdem gehört zur
Narrenzunft Schwenningen ein eigener Fanfarenzug, der 1960 gegründet wurde und heute musikalisches Aushängeschild der Zunft ist.

Die Schwenninger Fasnet beginnt stets am Dreikönigstag, dem 6. Januar, mit dem Abstauben von Häs und Gschell. Kurz darauf stehen die Eröffnungsbälle
ins Haus, die zu den Höhepunkten der örtlichen Saalfasnet gehören. Die hohen Tage beginnen am Schmotzigen Dunnschtig mit der Schülerbefreiung und
der Schlüsselübergabe am Rathaus. Der Fasnet-Freitig steht im Zeichen der Verhaftung des Oberbürgermeisters mit anschließender Verhandlung vor dem Narrengericht.

Am Fasnet-Samschtig wird der Narrenbaum durch die eigene Gruppe der „Tännlelupfer“ gestellt, und es findet der Narrensprung auf dem Muslenplatz statt.
Höhepunkt der Schwenninger Fasnet ist der große Umzug, zu dem jedes Jahr schätzungsweise rund 40000 Besucher kommen. Am Fasnet-Zieschtig wird die
Hexe verbrannt und der Stadtschlüssel zurückgegeben. Am Aschermittwoch treffen sich die Narren letztmals in der Saison am
Narrenbrunnen zur Geldbeutelwäsche mit anschließendem Heringsessen.

Die Narrenzunft Schwenningen ist im Stadtbezirk Schwenningen der Gesamtstadt Villingen-Schwenningen der größte Verein mit rund 2050 Mitgliedern.

 

 

 

 

 

 

 
 
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