Dingeli-Spättle-Zunft Ortenberg e.V.


www.narrenzunft-ortenberg.de

Name der Zunft:

Dingeli-Spättle-Zunft Ortenberg e.V.

Gründungsjahr:

1965,  im Verband Oberrheinischer Narrenzünfte seit 1976

Mitglieder:

Spättleratsmitglieder: 13
Aktive Hästräger: 100 Davon Jugendliche unter 18: 28
Passive Mitglieder: 102

Narrenruf:

"Dingeli – Spättle" und "Narri - Narro"

Historie:

Die Dingeli-Spättle-Zunft e.V. wurde 1965 gegründet. Von den Gründungsmitgliedern ist unser damaliger 1.Vorstand (Spättlemeister) Bernd Kiefer hervorzuheben

Als echter Ortenberger machte er sich damals Gedanken über eine Ortenberger Narrenfigur. Da man seit eh und je die Ortenberger als "Dingeli" bezeichnete, war der Name Dingeli-Spättle naheliegend.

Doch woher kommt der Name? Die einen meinen, es kommt vom Standesdünkel, was mit dem Ortenberger Schloß und den jeweiligen Schloßherren zusammenhängen würde. Die Anderen sagen, es kommt vom Dingeln - hineintunken. Die Ortenberger müssen alles dingeln, den Kuchen in den Kaffee, das Brot in die Suppe, es wird einfach alles gedingelt. Wie es auch sei, Bernd Kiefer hat sich an das Dingle gehalten.

 

Narrenfiguren/Häs:

Außer den Hästrägern hat die Dingeli-Spättle-Zunft zwei Einzelfiguren. Ziemlich naturgetreu in ein Ziegenfell gekleidet, wird ein Geißbock verkörpert. Vor langer, langer Zeit von einem Nachtwächter erfunden und „Sinnitier“ benannt.
Zum Häs, das ganz aus roten und grünen Filzstreifen hergestellt wird, gehören ein rotes Halstuch, rote oder grüne Socken sowie Strohschuhe. In der Hand hat der Dingeli eine Rätsche. Fertig angezogen ist er allerdings nur mit Handschuhen.

Die Maske hat zwei wesentliche Merkmale: Eine hohe Denkerstirn und die linke stark geschwollene Backe. Die Denkerstirn soll zum Ausdruck bringen, daß man dem doch recht freundlichen „Dingeli“ fast nichts recht machen kann. Die geschwollene Backe wird von einem noch nicht verschluckten "Brotmoggel" verursacht.

Narrenblättle etc.:

Erscheint jährlich kurz vor der Hauptfasent . Erstmals erschien es 1963.
Der Erlös kommt der Kinder- und Jugendfasent zugute.

Typische Ortsbräuche - Das Dingeln:

Um nun das "Dingeln" auch darzustellen, hatte unser Gründer und Spättlemeister die Idee einen Teller und einen Druellappenorden zu kreieren. Zum Suppe essen braucht man einen Teller und damit man sich nicht verkleckert einen Latz. Der Teller ist aus Holz gedrechselt. Auf dem Rand ist der Name der Zunft, die Jahreszahl und auf dem Tellerboden ist das Spättlegesicht gemalt. Der Druellappe hat die Form eines Latzes. Das Spättlegesicht, sowie die Jahreszahl und der Verleihungsort sind handgestickt.

Verliehen werden beide Orden am Fasentmendig beim traditionellen "Dingeli-Esse". Hier wird auch das Dingle wörtlich genommen. Dem Kandidat wird der Kopf mehrmals in einen Kübel mit Wasser gesteckt. Egal ob weiblich oder männlich, und besonders zimperlich geht's dabei nicht zu.

Heischebräuche / Schnurrfasent Am Schmutzigen Donnerstag:

Morgens ab 6.30 Uhr Wecken des Dorfes mit Fahnen hissen am Rathaus. Anschließend Narrenfrühstück, Nörgler Aufstellung. Gitzig rufen in den örtlichen Geschäften, danach Schulbefreiung mit Umzug zum Dorfplatz. Dort Narrenbaumstellen und Rathausstürmung.
Eine alte Ortenberger Tradition ist am Schutzigen Donnerstag Abends die Wirtschaftsfasent in den örtlichen Lokalen. Viele Maskierte und Musikgruppen sind im Ort zum Schnurren und Schnaigen unterwegs.

Ablauf der Hauptfasent:

Schmutziger Donnerstag: Heischbräuche/Schnurrfasent
Fasentmontag : Dingeli Essen mit Verleihung des Druellappen und Tellerordens
Fasentdienstag : Grosser Umzug anschl. Kinder- und Jugendfasent in der Schlossberghalle
Anschl. Fasentverbrennung auf dem dem Dorfplatz.
Aschermittwoch : Abbau , abends Herringessen

Sonstige Veranstaltungen:

Alle 2 Jahre veranstaltet die Zunft das große Mittelalterliche Markspektakulum zu Schloss Ortenberg
Ausrichter des 3. Vogteitreffens der Vogtei Ortenau im Verband Oberrheinischer Narrenzünfte 1976, sowie des 20. Vogteitreffen im Jahr 2009

Patenzünfte der Dingeli-Spättle:

NZ Oberkirch und NZ Ettenheim Dingeli-Spättle-Zunft ist Pate: NZ Friesenheim, NZ Ohlsbach und NZ Oberharmersbach

Lautschrift des Zunftnamens:

Geschrieben: Dingeli / Ausgesprochen: Ding-geli

 

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