Wylägerer Fasnachtsgesellschaft Unterägeri


www.wylaegeri.ch

Name der Zunft:

Wylägerer Fasnachtsgesellschaft

Gründungsdatum:

1964

Verbandszugehörigkeit:

VSAN

Mitglieder:

350

Historie:

Im Jahre 1965 wurde unser närrisches Symbol der Wylägerer Fasnächtler, der Badjöggel geboren. Aus verschiedenen Entwürfen wurde nach langem Hin und Her der sympathisch und intelligent aussehende Joggelkopf mit Obsinase ausgewählt. Diese Figur soll an den ehemaligen großen Förderer früherer Fasnachten, Beat-Jakob Iten ab Kreuzmühle, erinnern. Als Narrenfigur ist er Träger einer geschnitzten Holzmaske, versehen mit einer großen roten Narrenkappe. Weiter trägt er ein weißes Hirtenhemd, ein rotes Schultertuch, rote Handschuhe, braune dreiviertel Hosen und weiße Stricksocken sowie Holzböden. Um seinen Bauch trägt der Badjöggel einen Rollengurt mit großen Rollen und aus seinem Hosensack hängt der Zipfel eines grossen roten Nastuches. Natürlich darf die aus Jute genähte Badjöggel Tasche auch nicht fehlen, schliesslich befindet sich in ihr die feinen Badjöggel Lebkuchen, welche er bei den Umzügen verteilt.

Die Nüssler sind eine Gruppe aus den sieben verschiedenen Figuren: Tiroler, Blätz, Hudi, Alter Herr, Bajass, Zigeuner und Domino die mehrfach vorkommen. Alle haben ganz unterschiedliche Ursprünge.
Die Nüssler-Rott tanzt zur Begleitung der Tambouren ihren originellen und faszinierenden Nüsslertanz. Getanzt wird zum traditionellen alten Steiner-Nüssler-Tanz oder zu anderer volkstümlicher Musik. Hauptfiguren der Nüssler-Rott sind der Tiroler und der Blätz, beide tragen eine Bergamasker-Larve. In der Hand trägt der Nüssler einen Besen auf welchem die speziellen Nüsslerbrote aufgesteckt sind.

Das Bomerhüttli Ysebäänli ist die jüngste Brauchtumsgruppe der Wylägerer Fasnachtsgesellschaft. Die einzige Gruppe mit ausschließlich Frauen. Sie erinnert an ein Unterägerer Original, die Hühnerfrau Anna Iten ab Bomerhüttli, im Volksmund liebevoll und trotzdem etwas neckisch s'Bomerhüttli Ysebäänli genannt. Die Maskerade Bomerhüttli Ysebäänli mit dem schrumpeligen, aber fröhlichen, lächelnden Frauengesicht trägt einen altmodischen langen Rock und darüber eine Latzschürze sowie über der weißen bis oben geschlossenen Bluse einen capeartigen Umhang. Sie trägt eine Perücke, oben mit einem Runggeli, einem Haarknoten. Als Utensil hängt an einem ihrer Arme ein geflochtener Eierkorb mit zwei Deckeln.

Die Handwerker bilden eine eigene Brauchgruppe. Das Kostüm wurde 1980 für alle Wagenbauer, die unter sich verschiedene Wagenbauergruppen bilden, geschaffen. Das Bauen von Sujet-Wagen für den alljährlichen Fastnachtsumzug ist der Stolz der Handwerkergruppe. Die Bauart und die künstlerische Umsetzung der Sujets ist der Fantasie der jeweiligen Wagenbauergruppe überlassen.

Der Ehrenbadjöggel und sein weibliches Pendant die Narrenmutter sind Einzelfiguren. Sie werden vom Narrenvater ausgesucht und begleiten den Narrenrat und die WFG für ein Jahr. Nach ihrem Amtsjahr dürfen sie in die Ehrengarde übertreten. Sie haben keine finanziellen Verpflichtungen und rein repräsentative Aufgaben. Die Ehrengarde ist Auffanggefäß für alle Ehrenmitglieder, Narrenmütter und Ehrenbadjöggel.

Für die musikalische Begleitung sorgen die Guggenmusik Möschtliblöser.
Seit Anfang der 80er Jahre zeigen sich die Möschtliblöser immer in einheitlichem Gwändli und mit Grinden. Die Grinden werden in aufwendiger Arbeit in den Herbsttagen angefertigt. Heute zählt die Guggemusig Möschtliblöser 45 Aktivmitglieder und ein paar Junggugger. Für mehr Musik sorgt die Guggenmusik Turiclub. Mit einem dicken Clown als Dirigent, Omobüchsen (Waschmittel) als Trommel, Koffern oder Wascheimer als Pauke, Pfannendeckel als Cinelle, kleine Singsaxphone als melodische Instrumente und ein bis zwei richtige Blasinstrumente ziehen sie auf die Straße, in die Geschäfte und in die Restaurants.

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